Wilhelm, ein Abkömmling Rollos, dem Wikinger, und wie einst dieser auch Herzog der Normandie, griff im Jahre 1066 die Angelsachsen im Süden Englands, einem noch nicht von den Wikingern besetzten Gebiet, an. Er wird in die Geschichte Englands als Wilhelm der Eroberer eingehen. Es gab noch ein Weilchen Streit zwischen Angelsachsen und Normannen, aber daraus wird dann 150 Jahre später unter König Richard I (Löwenherz) von England ein Volk werden.
In den 150 Jahren zwischen Rollo und Wilhelm passierten erstaunliche Dinge. Es wird etwas ruhiger im Westen Europas. Die Wikinger bauen immer mehr Festungsanlagen in Dänemark und auch anderswo. Gleichzeitig wird hier und da versucht, die Wikinger zu vereinen. Und die Christianisierung der Wikinger beginnt. Die grausamen Götter der Wikinger, allen voran Odin und Thor wurden gegen das Kreuz der Christen eingetauscht. Norwegen wird im Jahre 995 vereint, und Knut der Große gründete gegen 1016 das Großdänische Nordseereich. Die Wikinger werden Könige wie auch schon vor ihnen die Franken und bauen an dem heutigen Norden Europas. Es gibt noch düstere Tage, so wird im Jahre 1050 die alte Stadt Haithabu von den Norwegern unter Knut dem Harten für immer zerstört und dann für Jahrhunderte von der Geschichte vergessen.
Die Normannen aber fuhren weiter in den Süden an der Küste Frankreichs und Spaniens entlang hinein ins Mittelmeer. Auf Sizilien (heute Italien) griffen sie dann 1061 die Araber an und eroberten die Insel. Bereits vorher lieferten sie sich Scharmützel mit dem muslimischen Cordoba im heutigen Spanien.
Dann wurde es ruhig um die Wikinger und sie hörten auf, als solche zu existieren.

